Dr. med. Stefan Kamp, Urologe clinica picasso 57 - Internationales Facharztzentrum Palma de Mallorca

Greenlight-Laserbehandlung

Keine unnötigen Boxenstopps mehr!!
Die gutartige Vergrösserung der Prostata (Prostatahyperplasie) ist eine der häufigsten Erkrankungen des Mannes jenseits des 50. Lebensjahres. Die typischen Beschwerden der Prostatahyperplasie sind durch eine Einengung des Blasenauslasses aufgrund der Grössenzunahme der Prostata bedingt.

Die Greenlight HPV Laser Vaporisation ist eine der neuesten Techniken auf dem Gebiet der Lasergestützten Operationen und stellt eine moderne, minimal-invasive und in der Regel fast ambulante Operationsmethode dar...

Was ist eine benigne Prostatahyperplasie (BPH)?
Eine Hyperplasie ist das überschiessende Wachstum von Gewebe, benigne heisst gutartig. Somit ist die benigne Prostatahyperplasie eine gutartiges, überschiessendes Wachstum von Prostatagewebe. Sie hat also prinzipiell nichts mit Prostatakrebs zu tun.

Die BPH ist eine der häufigsten gutartigen Veränderungen beim Mann jenseits der 50 Jahre. Bei fast allen Männern kommt es im Laufe des Lebens zu einem Wachstum der Prostata, welches zu einer Einengung der Harnröhre und nachfolgend zu Beschwerden beim Wasserlassen führen kann.

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Die Symptome, die durch eine vergrösserte Prostata entstehen, sind durch eine Verengung des Blasenauslasses bedingt. Anfänglich bestehen wenig Beschwerden, da die Blase den erhöhten Widerstand durch die vergrösserte Prostata mit einem erhöhten Muskeltonus kompensieren kann. Im weiteren Verlauf kommt es jedoch durch ein Nachlassen der Muskelkraft der Blase und steigendem Widerstand durch ein fortschreitendes Wachstum der Prostata zu einem Beschwerdebild, welches allgemein als Prostatismus“ bezeichnet wird.

Welches sind die typischen Symptome?

  • Häufiges Urinieren, insbesondere auch nachts
  • Überfallsartiger Harndrang
  • Notwendigkeit, beim Urinieren zu pressen
  • Startschwierigkeiten und Startverzögerung beim Urinieren
  • Schmerzen oder Brennen beim Urinieren
  • Gefühl, die Blase nicht vollständig entleeren zu können
  • Urinverlust und Nachtröpfeln
  • Dünner und schwacher Harnstrahl
  • Verlängertes und unterbrochenes Wasserlassen (Stakkatomiktion)

Die möglichen Folgen:
Die Verengung des Blasenauslasses durch die vergrösserte Prostata geht einher mit einer verringerten Elastizität der Blase. Diese Veränderungen führen zum Erscheinungsbild der “irritativen Miktionsbeschwerden”, Beschwerden, welche den Patienten am meisten in seiner Lebensqualität einschränken: Die Verminderung der Blasenkapazität führt zum häufigen und überfallsartigem Harndrang sowie nächtlichem Wasserlassen. Alle diese Symptome sind Folge von unwillkürlichen Kontraktionen der Harnblase.

In fortgeschrittenem Stadium der gutartigen Prostatavergrösserung kann es zu gravierenden Schädigungen der Blase und der Nieren kommen.

Therapieoptionen:
Für die Behandlung der gutartigen Prostatavergrösserung gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Am Anfang steht in der Regel eine medikamentöse Behandlung mit sogenannten Phytopräparaten, also pflanzlichen Mitteln, die dafür sorgen, dass die Beschwerden beim Wasserlassen gelindert werden. Diese sind insbesondere bei Patienten sinnvoll, deren Beschwerden mild bis moderat sind.

Bestehen gravierende Beschwerden oder ist eine Behandlung mit pflanzlichen Mitteln nicht mehr ausreichend, so kommen so genannte Alphablocker zum Einsatz.

Medikamente:

  • Alfa 1 Blocker : (Doxazosin, Prazosin, Tamsulosin, Terazosin und Afluzosin) gehören zu einer Gruppe von Medikamenten, die auch bei der Behandlung von Bluthochdruck eingesetzt werden. Diese Medikamente entspannen die Muskulatur im Bereich des Blasenhalses und ermöglichen so eine leichtere Blasenentleerung. Bei zwei Dritteln der mit Alpha 1 Blockern behandelten Patienten erreicht man eine Verbesserung der Symptome.
  • Finasterid und Dutasterid, sogenannte 5-Alpha-Reduktase-Hemmer vermindern die Bildung von Hormonen, die auf die Prostata wirken und reduzieren dadurch die Grösse der Prostata, verstärken den Harnstrahl und vermindern die Beschwerden der BPH. Mitunter ist ihre Einnahme über 3-6 Monate notwendig, bevor eine Verbesserung der Beschwerden bemerkt wird. Zu den möglichen Nebenwirkungen von Finasterid und Dutasterid gehören unter Anderem eine vermindertes sexuelles Interesse (Libido) oder eine mögliche Impotenz.
  • Bei einer chronischen Entzündung der Prostata (Prostatitis) kann die medikamentöse Behandlung mit Antibiotika sinnvoll sein und zu einer Verbesserung des Beschwerdebildes führen.


Chirurgie:
Eine operative Behandlung der vergrösserten Prostata kann sinnvoll sein bei Patienten mit den folgenden Problemen:

  • Wiederholter Nachweis von Blut im Urin durch eine vergrösserte Prostata
  • Bildung von Restharn in der Blase
  • Wiederholte Blasenentzündungen
  • Nierenschaden durch Harnaufstau aufgrund der vergrösserten Prostata
  • Versagen der medikamentösen Behandlung


Die Auswahl eines Operationsverfahrens richtet sich grundsätzlich nach der Grösse und Form der Prostata.

  • Die transurethrale Resektion der Prostata (TURP): Dieses ist das zur Zeit noch am meisten verbreitete Operationsverfahren für die BPH. Bei der TURP wird die Prostata über ein Endoskop durch die Harnröhre Stück für Stück verkleinert. Der Krankenhausaufenthalt beträgt in der Regel zwischen 4 und 6 Tagen.
  • Die transurethrale Inzision der Prostata (TUIP): Dieses Operationsverfahren ist vom Prinzip der TURP ähnlich, es kommt jedoch nur bei Patienten zum Einsatz, die eine relativ kleine Prostata haben, da hier die Prostata nicht verkleinert, sondern lediglich eingekerbt wird, um den Blasenauslass zu vergrössern. Diese Eingriff kann in der Regel ambulant durchgeführt werden.
  • Offene Prostatektomie (Operation der Prostata über einen Bauchschnitt): Hierbei wird das wuchernde Gewebe der Prostata über einen Unterbauchschnitt entfernt. Der Krankenhausaufenthalt beträgt in der Regel zwischen 6 und 8 Tagen.
  • die photoselektive Vaporisation der Prostata (Greenlight Laser PVP): Hierbei handelt es sich um eine neuartige Laseranwendung, bei der durch die Energie eines Lasers mit bestimmter Wellenlänge das Gewebe der Prostata verdampft wird. Diese Operation kann in der Regel ambulant oder tagesstationär durchgeführt werden.


Bei der Mehrheit der Patienten, welche sich einer der genannten Operationen unterzieht, kommt es zu einer Verbesserung der Beschwerden und einer Kräftigung des Harnstrahles. Weitere OP-Verfahren sind zum Beispiel die Verkleinerung der Prostata durch Mikrowellen.

Vorteile des Greenlight HPV Laser Verfahrens:
Es ist ein weitgehend ambulantes Verfahren mit einem maximalen Krankenhausaufenthalt von 12 bis 24 Stunden.
Es ist ein praktisch blutungsfreies Operationsverfahren, was es ideal macht für Patienten, die z.B. durch die Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten, ein erhöhtes Blutungsrisiko haben.
Die Rekonvaleszenzzeit (Erholungszeit nach der Operation) ist sehr kurz und die Patienten können schnell ihren normalen Tätigkeiten und ihrer Arbeit wieder nachgehen.
Die Katheter-Liegedauer beträgt üblicherweise weniger als 24 Stunden.
Das Risiko für Inkontinenz oder Impotenz ist verschwindend gering.

Greenlight HPV Laser Vaporisation: Funktionsweise
dieses Operationsverfahren zur Behandlung der gutartigen Prostatavergrösserung (BPH) wurde von der Firma Laserscope in Zusammenarbeit mit der MayoClincic in den Vereinigten Staaten entwickelt. Es stellt einen der grössten Fortschritte auf dem Gebiet der Behandlung dieses Krankheitsbildes, welches Millionen Männer im Alter von 50-70 Jahren weltweit betrifft, dar.

Die Greenlight HPV Laser Vaporisation der Prostata ist ein einzigartiges Verfahren aufgrund der Tatsache, das hierbei ein hochenergetischer KTP Laser KTP (Kalium-Titanium-Phosphor) der neuesten Generation zum Einsatz kommt mit speziell für dieses Gerät gefertigten Laserfasern. Dieses Equipment erlaubt es uns, fast das gesamte Gewebe der vergrösserten Prostata zu verdampfen und gleichzeitig kleine Blutgefässe zu veröden, die bei den konventionellen Operationsverfahren zu schweren intraoperativen Blutungen und einer gefährlichen Verdünnung des Blutes durch Spülflüssigkeit führen können.

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Mögliche Komplikationen:
Mögliche Komplikationen jeglicher Operationen an der Prostata beinhalten Impotenz, Inkontinenz, eine Verminderung oder ein Ausbleiben des Samenergusses, Unfruchtbarkeit und Bildung einer Harnröhrenenge. Die Häufigkeit der o.g. Komplikationen ist abhängig von der Erfahrung des Operateurs und der Wahl des Verfahrens. In Bezug auf die häufigsten Komplikationsmöglichkeiten zeigt die Greenlight-Laser-Therapie eine sehr niedrige Rate an Komplikationen.

In den durchgeführten klinischen Studien konnte gezeigt werden. dass keiner der mit dem Greenlight-Laserverfahren behandelten Patienten an einer postoperativen Inkontinenz oder Impotenz litt, kein Patient benötigte Bluttransfusionen oder erlitt das so genannte TUR-Syndrom (eine Einschwemmung von Spülflüssigkeit in den Blutkreislauf).

Wie geht´s nach einer Operation weiter?
Nach einer Greenlight-Laser-behandlung können die meisten Patienten innerhalb von 12 bis 24 Stunden die Klinik wieder verlassen und nach Hause gehen. In seltenen Fällen ist aus Sicherheitsgründen ein stationärer Aufenthalt von 2 bis 3 Tagen notwendig. Fast alle Patienten erholen sich sehr schnell von der Operation und können nach Entfernung des Katheters spontan Wasser lassen.

Beschwerden beim Wasserlassen im Sinne von häufigem Wasserlassen oder leichtem Brennen können noch 2 bis 4 Wochen nach der Operation bestehen, da die Wundfläche abheilen muss. Sie sind jedoch mit Medikamenten gut zu behandeln.

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